William Friedkin ist einer der großen Regisseure, die Ihre beste Zeit in den 70er ("French Connection", "Der Exorzist") und 80er ("Cruising") hatten, in den 90er fast nur Flops produzierten und in den Anfängen der 2000er praktisch keine Rolle mehr spielten, um sich dann umso eindrucksvoller wieder zurückzumelden.

Was sich 2006 mit "Bugs" andeutete findet nun mit "Killer Joe" seinen Höhepunkt. Kaum zu glauben, dass sich niemand bereit fand dieses Meisterwerk in die Kinos zu bringen.

Killer Joe basiert (wieder einmal) auf dem gleichnamigen Theaterstück von Tracy Letts der auch das Drehbuch verfasste. Auch "Bugs" ist ein Theaterstück von ihm und auch hier schrieb er das Drehbuch (beim nächsten Film "August: Osage County" übrigens das gleiche)

Und genau wie bei Bugs merkt man die Herkunft vom Theater. Es gibt nur wenige Schauplätze mehr in Killer Joe, die meiste Zeit spielt er im Wohnwagen der Familie. Aber das ist eigentlich wurscht. Denn die Dialoge sind eine Wucht. Kein Wort zuviel und kein Wort zuwenig. Und der sonst eher auf die Rolle des Beau abonniert Matthew McConaughey, hat hier die Darbietung seines Lebens.

Nur als Warnung vorneweg: Dieser Film ist brutal! Man hat sicherlich schon brutalere Szenen in Filmen gesehen, aber ähnlich wie bei "Funny Games" summiert sich die gezeigte Gewalt mit dem unerwartet Ausbruch dieser. Für zartere Gemüter durchaus unerträglich.

Für mich der Film des Jahres.

 

SPOILERALERT

Nur der Vollständigkeit halber hier der Trailer. Wer den Film genießen will sollte diesen aber nach einer Minute ausmachen. Untern gibt’s noch den Trailer zu Bugs

Trailer Killer Joe

 

Trailer Bugs
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